WM 2014: Lösbare Gruppe für die Schweiz – Frankreich aber Favorit

Bei der Auslosung der Vorrundengruppen der WM 2014 hätte es für die Schweiz trotz des Platzes im ersten Lostopf fraglos schlimmer kommen können. So gehört die Konstellation in Gruppe E eben mit den Eidgenossen sowie Frankreich, Honduras und Ecuador sicherlich nicht zu den schwersten Gruppen, die die Endrunde in Brasilien zu bieten hat. Alle Spiele der Schweiz in der WM Gruppe E finden Sie hier. 

Ottmar Hitzfeld - Trainer des Schweizer Fußball National TeamsNach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2010 in Südafrika, als trotz des völlig überraschenden Auftaktsieges gegen den späteren Weltmeister Spanien der Sprung unter die besten 16 Mannschaften nicht gelang, sind die Hoffnungen in der Schweiz daher groß, genau wie bei der WM 2006 in Deutschland die Gruppenphase zu überstehen. Und weil die Qualität in der Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld so groß wie selten zuvor in der Geschichte des Landes ist, hofft man in der Schweiz insgeheim sogar auf mehr und träumt von einer ganz großen Überraschung.

Damit diese möglich wird, müssen aber zunächst mindestens zwei der drei Gruppengegner auf die Plätze verwiesen werden. Eine enorme Bedeutung kommt dabei gleich dem Auftaktspiel gegen Ecuador zu, rechnen die meisten Experten doch damit, dass diese beiden Mannschaften den zweiten Platz hinter Gruppenfavorit Frankreich unter sich ausmachen werden. Je nach Ausgang der Partie gegen Ecuador könnte die Schweiz dann im anschließenden Duell mit der Equipe Tricolore schon ein wenig taktieren. Gegen Honduras, das als klarer Außenseiter ins Turnier startet, sind die Punkte am letzten Gruppenspieltag hingegen fest eingeplant.

Gespannt darf man vor allem darauf sein, wie sich die vielen hochveranlagten Akteure der Schweiz auf der ganz großen Bühne in Brasilien präsentieren. Das Zeug dazu, einer der Superstars der WM 2014 zu werden, besitzt fraglos Xherdan Shaqiri, der an der erfolgreichen Qualifikation maßgeblichen Anteil hatte und seine außergewöhnliche Qualität auch schon im Starensemble des FC Bayern München mehrfach unter Beweis stellen konnte.

Neben Shaqiri sind auch andere Akteure aus der deutschen Bundesliga wie Torwart Diego Benaglio, Außenverteidiger Ricardo Rodriguez (beide VfL Wolfsburg) oder Mittelfeldstratege Granit Xhaka feste Größen in der Schweizer Nati, in der außerdem Blerim Dzemaili, Valon Behrami und Gökhan Inler ein Trio vom SSC Neapel zu den Korsettstangen gehört.

Lediglich im Angriff mangelt es der Schweiz seit dem Rücktritt von Alexander Frei an einem verlässlichen Torjäger. Mit Haris Seferovic, Josip Drmic, Admir Mehmedi oder auch Mario Gavranovic sind aber einige Talente auf einem guten Weg. Sollte einer dieser Angreifer bis zur WM den großen Durchbruch schaffen, ist mit der Schweiz zweifellos zu rechnen.

 

Foto: Fanny Schertzer / Wikimedia

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