Super League: Basel stolpert in Aarau – Young Boys gewinnen Verfolgerduell

Vor der letzten Länderspielpause in diesem Jahr hat es der FC Basel am ersten November-Wochenende verpasst, seinen Vorsprung in der Raiffeisen Super League auszubauen. Nach dem wenig befriedigenden 1:1 gegen Steaua Bukarest, durch das der Schweizer Meister in der Champions League aus den verbleibenden beiden Spielen beim FC Schalke 04 und gegen den FC Chelsea wohl mindestens vier Punkte für den Einzug ins Achtelfinale benötigt, kam Basel am 14. Spieltag der Super League beim FC Aarau ebenfalls nicht über ein 1:1 hinaus.

Nach torloser erster Halbzeit brachte Linus Hallenius Aarau in der 50. Minute überraschend in Führung und wie schon gegen Bukarest unter der Woche war Basel lange Zeit gezwungen, einem Rückstand hinterherzulaufen. Letztlich belohnte aber Routinier Marco Streller die Bemühungen der Mannschaft von Trainer Murat Yakin mit dem Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Schweizer Fussballstadion in BernDie Young Boys aus Bern siegten knapp mit 0:1

Nach getan, wenn auch nicht vollends erfolgreicher Arbeit konnte der FC Basel am Sonntag von der Couch aus verfolgen, wie sich die beiden ersten Verfolger Grasshopper-Club Zürich und Young Boys Bern gegenseitig die Punkte wegnahmen. Die Grasshoppers hätten mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen können, verloren aber durch ein Tor des Schweden Alexander Gerndt in der 74. Minute mit 0:1. Damit liegen die Grasshoppers nun zwei Punkte hinter Basel und nur noch einen Zähler vor den Young Boys, die ihre Ambitionen im Rennen um die Meisterschaft eindrucksvoll unterstrichen haben.

Zur Spitzengruppe gehört auch weiterhin der FC St. Gallen, der nach dem deutlichen 3:0 beim abgeschlagenen Schlusslicht FC Lausanne-Sport als Vierter vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Basel hat. Ganz so souverän, wie das Ergebnis vermuten lässt, war der Sieg des FC St. Gallen indes nicht. Erst nach 76 Minuten brachte Sebastien Wüthrich die Gäste in Führung, bevor Alhassane Keita in der 89. Minute per Elfmeter sowie in der Nachspielzeit für den Endstand verantwortlich zeichnete.

Einen Zähler hinter St. Gallen belegt der FC Luzern nach 14 Spieltagen Rang fünf, auch wenn es beim FC Sion ein überraschend deutliches 0:3 setzte. Ebenezer Assifuah brachte Sion schon nach drei Minuten auf die Siegerstraße und Nicolae Herea per Elfmeter (72.) sowie Dario Vidosic (80.) machten nach der Pause alles klar.

In einem Mittelfeldduell besiegte außerdem der FC Thun den FC Zürich mit 2:1. Nachdem Yassine Chikhaoui den FCZ nach 56 Minuten in Führung geschossen hatte, avancierte Berat Sadik mit einem Doppelschlag in der 81. und 85. Minute zum Matchwinner für Thun.

Foto: Amstuzmarco at de.wikipedia