Super League verliert im Transfer-Winter an Qualität

Es ist das Schicksal einer vergleichsweisen kleinen Liga wie der Schweizer Super League, regelmäßig die besten Spieler ins Ausland ziehen lassen zu müssen. So auch in der diesjährigen Winter-Transferperiode, die den Klubs in der Schweiz noch bis zum 15. Februar die Verpflichtung neuer Profis erlaubt. Weil in den großen Ligen wie England, Deutschland, Italien oder Frankreich das Transferfenster am 31. Januar geschlossen wurde, besteht für die Schweizer Klubs aber nicht mehr die ganz große Gefahr, Leistungsträger abgeben zu müssen, auch wenn beispielsweise in Russland oder Ukraine noch einige Wochen Transfers möglich sind.

Salah zieht es nach London

Doch auch ohne weitere Abgänge, die im Sommer zwangsläufig wieder folgen werden, wurde die Super League in den letzten Wochen geschwächt. Allen voran ist natürlich der Wechsel von Mohamed Salah für mehr als 13 Millionen Euro vom FC Basel zum FC Chelsea zu nennen. Der Ägypter, der in den vergangenen Monaten nicht nur in der Champions League, sondern auch im nationalen Spielbetrieb überzeugte, darf sich nun im Starensemble der Blues beweisen, wobei abzuwarten bleibt, ob sich Salah dort durchsetzen kann.

Izet Hajrovic neu bei GalatasarayIn Richtung Türkei hat sich derweil Izet Hajrovic verabschiedet, der Galatasaray Istanbul bei der erhofften Aufholjagd helfen soll. Für den 22 Jahre alten Nationalspieler Bosniens kassiert der Grasshopper-Club Zürich eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro, die zur Finanzierung des Etats unerlässlich ist. Nichtsdestotrotz machte Trainer Michael Skibbe, der auf der anderen Seiten seinen Wunschspieler Theofanis Gekas nicht bekommen hat, kein Geheimnis daraus, dass der Verlust von Hajrovic schmerzt. Der flexibel einsetzbare Offensivmann, der sich in Istanbul an der Seite von Weltstars wie Didier Drogba oder Wesley Snejder für einen Platz im bosnischen WM-Kader empfehlen möchte, erzielte in der Hinrunde bei 15 Einsätzen sechs Tore und bereitete vier Treffer vor.

Braunschweig schnappt sich Khelifi 

Nicht ganz so gut liest sich die Bilanz von Salim Khelifi, der es für den FC Lausanne-Sport bei 18 Spielen auf zwei Tore und eine Vorlage brachte. Dennoch erhielt der 20-Jährige ein Angebot von Eintracht Braunschweig und schloss sich für 500.000 Euro dem Schlusslicht der deutschen Bundesliga an, wo Khelifi einen Vertrag bis 2018 erhielt und mehr als Perspektivspieler denn als sofortige Hilfe eingeplant ist.

Ebenfalls der Super League den Rücken gekehrt hat Innenverteidiger Dusan Veskovac, der für rund 800.000 Euro von den Young Boys Bern zum FC Toulose gewechselt ist und in der französischen Ligue 1 verstärkt in den Fokus der serbischen Nationalmannschaft rücken will. Der 27-Jährige, der einen Vertrag bis 2017 erhielt, war bei den Young Boys seit der Rückrunde der letzten Saison eine feste Größe.

Foto: Ultraslansi/ Wikimedia

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