Grasshopper-Club Zürich: Amir Abrashi und Shkelzen Gashi umworben

Zwei Wochen vor dem Start in die Rückrunde der Schweizer Super League hat der Grasshopper-Club Zürich ein Testspiel während des Trainingslagers im spanischen Marbella gegen den deutschen Bundesligisten 1. FC Nürnberg mit 0:1 verloren. Für das Tor des Tages für den Club sorgte dabei ausgerechnet der Schweizer Nationalspieler Josip Drmic, der bis zum Sommer 2013 noch für den Lokalrivalen FC Zürich spielte und keinen Hehl daraus machte, dass Treffer gegen die Grasshoppers noch immer und selbst in Freundschaftsspielen etwas Besonderes sind.

Stadion der Grasshoppers ZürichWeil mit Milan Vilotic, Toko und Mergim Brahimi drei Akteure verletzt ausfielen und Nürnberg in der Vorbereitung wegen des eine Woche früher erfolgenden Starts der Bundesliga schon weiter ist, war GC-Trainer Michael Skibbe mit der Vorstellung seiner Elf nicht unzufrieden.

Auch Amir Abrashi und Shkelzen Gashi, die beide in der ersten Elf standen, präsentierten sich in guter Frühform, womit das aufgekommene Interesse anderer Klubs an den beiden schweizerisch-albanischen Doppelbürgern nicht kleiner werden dürfte. Für den 23 Jahre alten Abrashi soll sich Medienberichten aus Italien zufolge Catania Calcio, Schlusslicht der Serie A interessieren. Dass GC den zentralen Mittelfeldspieler, der noch einen Vertrag bis 2015 besitzt, in der Winterpause ziehen lässt, ist jedoch so gut wie ausgeschlossen. Jedenfalls wäre es im Kampf um die Meisterschaft das völlig falsche Signal einen unumstrittenen Stammspieler und Leistungsträger ohne Not ziehen zu lassen.

Um Gashi wirbt laut der albanische Zeitung „Koha Ditore“ der ukrainische Erstligist Zorya Lugansk, der dem 25-Jährigen sicherlich in finanzieller Hinsicht mehr bieten könnte als die Grasshoppers. Allerdings besitzt auch Gashi, der in dieser Saison mit fünf Treffern und vier Vorlagen zu den auffälligsten Akteuren der Skibbe-Elf zählte, obwohl er bei 16 Einsätzen achtmal nur eingewechselt wurde, noch einen Vertrag bis 2015, womit die Lage die gleiche ist wie bei Abrashi.

Unterdessen kommt GC im Werben um Wunschstürmer Theofanis Gekas weiterhin nicht entscheidend voran, weshalb Coach Skibbe gegenüber “Blick“ durchklingen ließ, bei der Suche nach Verstärkungen auch andere Alternativen zu prüfen. Zweifelsohne würde Skibbe aber am liebsten Gekas, den er aus der gemeinsamen Zeit bei Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt kennt, in seinem Kader begrüßen, wobei langsam, aber sicher die Zeit davon läuft. Bis Ende Januar, wenn europaweit von wenigen Ausnahmen abgesehen die Transferliste für diese Saison schließt, wird aber in jedem Fall eine Entscheidung fallen. Im Moment sollte man aber eher nicht darauf wetten, dass Gekas dann für GC aufläuft.

Foto: BrianKohn / Wikimedia

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