FC Aarau: Chancen auf Verpflichtung von Mario Eggimann wohl nur gering

Fußballer Mario EggimannAls Mitte Dezember eine Delegation des FC Aarau bestehend aus Vizepräsident Roger Geissberger, Sportchef Urs Bachmann und Sportausschuss-Mitglied Fredy Strasser nach Berlin reisten und dort das Gespräch mit Mario Eggimann führten, mit dem Ziel den 32 Jahre alte Abwehrspieler in die Schweizer Heimat zurückzuholen, schien der Tabellenachte der Schweizer Super League zumindest nicht chancenlos.

Seitdem hat sich aber vor allem bedingt durch die Verletzung von Fabian Schönheim, die Eggimann zuletzt dreimal in Folge in die Startelf des 1. FC Union Berlin spülte, einiges getan, was die Hoffnungen in Aarau auf die Verpflichtung des zehnfachen Nationalspielers der Schweiz hat sinken lassen.

So sprach Unions Trainer Uwe Neuhaus Eggimann ein großes Lob für seine Leistungen aus und sieht den im Sommer als Königstransfer von Hannover 96 geholten Innenverteidiger mittlerweile auf einem sehr guten Weg: “Wir haben ihn als Führungsspieler geholt und als wichtige Figur für die Mannschaft. Leider konnte er durch sein Verletzungspech diese Rolle lange Zeit nie so ganz ausfüllen, wie es gedacht war. Was er aber wert ist, konnte man jetzt sehen. Da war er sehr souverän und jederzeit präsent auf dem Platz“, so der Coach im “Berliner Kurier“ vor allem mit Blick auf die beiden Siege beim VfL Bochum (4:0) und gegen Arminia Bielefeld (4:2), mit denen die Eisernen zum Jahresabschluss wieder in die Erfolgsspur gefunden haben.

Nach einer Sprunggelenksverletzung sowie Bandscheibenproblemen, die Eggimann zu Beginn der Saison außer Gefecht setzten und zum Verlust des eigentlich sicheren Stammplatzes führten, stehen bislang sieben Einsätze in der Bilanz des kopfballstarken Abwehrspielers, der die positive Tendenz am Wochenende beim 4:2 gegen Bielefeld mit seinem ersten Tor für Union untermauerte. Besonders beeindruckt zeigte sich Eggimann, der vor seinem Treffer zum 1:1 am Rückstand nicht ganz unbeteiligt war, vom Publikum an der Alten Försterei: “Sensationell hier. So was habe ich noch nie erlebt. Die Fans stehen hinter dir. Egal wie es läuft“, hob der erfahrene Innenverteidiger die positive Reaktion des Anhangs nach dem frühen Rückstand hervor.

Alles in allem scheint Eggimann nach einigen Monaten Anlaufzeit nun in Berlin angekommen. Schien noch vor wenigen Wochen eine Trennung im Winter nicht ausgeschlossen, so darf man inzwischen davon ausgehen, dass beide Seiten den bis 30. Juni 2015 datierten Vertrag erfüllen wollen. Der FC Aarau muss sich somit noch etwas gedulden und vorerst nach einem anderen Stabilisator für seine mit 35 Gegentoren in 17 Spielen doch recht anfällige Abwehr suchen.

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