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Schweizer Cup: Sieben Viertelfinalisten stehen fest

Am letzten Wochenende vor der letzten Länderspielpause in diesem Jahr hat die Schweizer Super League zugunsten des Achtelfinales im Schweizer Super Cup pausiert. Der FC Biel-Bienne und der FC Thun bestreiten am Donnerstagabend zwar noch die letzte Partie des Achtelfinale, doch stehen auch schon sieben der acht Viertelfinalisten fest. Darunter finden sich mit dem FC Basel, dem Grasshopper-Club Zürich auch die beiden Führenden der Super League, wohingegen die Young Boys Bern als aktueller Tabellendritter überraschend die Segel streichen mussten.

Die Young Boys unterlagen bei Viertligist FC Le Mont unerwartet und auch noch sehr deutlich mit 1:4. Die frühe Führung des Außenseiters durch Ahmed Bouziane konnte Bern durch Alexander Gerndt nach einer halben Stunde zwar noch ausgleichen, doch nach dem 2:1 durch Domo (37.) fügten sich die Young Boys in ihr Schicksal und kassierten durch Ange Nsilu und Ridge Mobulu im zweiten Durchgang noch zwei weitere Treffer.

Der FC Basel erfüllte bei Drittligist FC Tuggen seine Pflicht und landete einen 3:1-Erfolg, allerdings ohne großen Glanz. Mohamed Salah brachte den Spitzenreiter der Super League erst nach 52 Minuten in Führung und Giovanni Sio legte sechs Minuten später das 2:0 nach. Tuggen kam aber durch Veton Krasniqi in der 74. Minute noch einmal heran, ehe dann Marcelo Diaz neun Minuten vor Schluss mit dem Treffer zum 1:3-Endstand alles klar machte.

Etwas Mühe hatten auch die Grasshoppers, die beim FC Köniz nach der Führung durch Toko (36.) in der 51. Minute durch Varela den Ausgleich kassierten, doch nur fünf Minuten später flog der Schütze des 1:1 mit Rot vom Platz und brachte seine Elf auf die Verliererstraße. Michael Lang, Caio und Shkelzen Gashi erzielten schließlich die Treffer zum klaren 4:1-Erfolg des Super-League-Zweiten.

Keine Blöße bei unterklassigen Klubs gaben sich der FC Zürich beim 4:1 beim FC Baden und der FC Lausanne-Sport mit einem 3:0 beim SC Brühl. Das Erstligaduell zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion entschied ein später Treffer des Bulgaren Dimitar Rangelov zwei Minuten vor dem Ende zugunsten der Gastgeber. In einem weiteren Duell zweier Erstligisten besiegte der FC St. Gallen den FC Aarau glatt mit 4:0. Goran Karanovic mit einem Doppelpack, Alhassane Keita und Roberto Rodriguez schossen den deutlichen Erfolg für St. Gallen heraus.

Im Viertelfinale am 4. Dezember gastiert nun der FC Basel beim FC Le Mont, und der FC Luzern genießt gegen den FC Lausanne-Sport erneut Heimrecht. Ebenfalls erneut zu Hause ran darf der FC St. Gallen, der den FC Zürich empfängt. Der Grasshopper-Club Zürich reist schließlich zum Sieger des Duells Biel gegen Thun.

FC Basel in der Super League auf Kurs – Alles möglich in der Champions League

Seit Jahren ist der FC Basel das Aushängeschild schlechthin des Schweizer Fußballs und auch in dieser Saison hält der amtierende Meister über die Landesgrenzen hinaus die rot-weiße Nationalflagge hoch.

Nach dem Erreichen des Halbfinales in der Europa League in der vergangenen Saison, als erst der spätere Pokalgewinner FC Chelsea Endstation war, legte der FCB diesmal international einen Auftakt nach Maß hin und schaffte eine kaum für möglich gehaltene Revanche hin. Wie der Zufall so will, führte Basel die erste internationale Aufgabe in der neuen Saison gleich wieder an die Stamford Bridge nach London, wo die Mannschaft von Trainer Murat Yakin mit einer überragenden Leistungen am Ende am ersten Spieltag der Champions League mit einem 2:1-Sieg alle drei Punkte vom Gastspiel beim FC Chelsea mit nach Hause nahm. Zwar hat die anschließende 0:1-Niederlage im heimischen St.Jakobs-Park gegen den FC Schalke 04 die hervorragende Ausgangsposition wieder ein wenig zunichte gemacht, doch wenn Basel in den anstehenden beiden Duellen mit Steaua Bukarest optimal punkten kann, hätte die Elf um Kapitän Marco Streller beste Chancen auf den zweiten Platz und damit den Einzug ins Achtelfinale. An den letzten beiden Spieltagen würde zu Hause gegen Chelsea oder auf Schalke dann wohl schon ein Sieg zum Weiterkommen reichen.

In der Super League ist der FC Basel derweil schon wieder auf Kurs und nach elf Spielen Tabellenführer. Sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage sind eine sehr ordentliche Bilanz, aber absetzen konnte sich Basel damit noch nicht. Zwar beträgt der Vorsprung auf den zweitplatzierten Grasshopper-Club Zürich drei und den Dritten FC Luzern vier Punkte, doch weil die beiden Verfolger jeweils noch ein Spiel weniger ausgetragen haben, ist der Abstand nach unten unter dem Strich nur marginal.

Allerdings gibt es mit Blick auf die enorme Qualität im Kader des FC Basel kaum Zweifel daran, dass die Yakin-Elf bei normalem Saisonverlauf ihren Titel verteidigen wird. Dann droht dem FCB allerdings wieder einmal das altbekannte Schicksal und der Verlust einiger Leistungsträger. Insbesondere Torwart Yann Sommer, Innenverteidiger Fabian Schär sowie die Flügelspieler Mohamed Salah und Valentin Stocker haben bereits das Interesse von zahlreichen ausländischen Top-Klubs geweckt und werden im Sommer 2014 trotz laufender Verträge kaum alle erneut zu halten sein.

Tranquillo Barnetta: Neustart bei Eintracht Frankfurt

Kurz vor dem Ende der diesjährigen Sommer-Transferperiode hat Tranquillo Barnetta nach einem wenig zufriedenstellenden Jahr beim FC Schalke 04 einen neuen Arbeitgeber gefunden. Der Schweizer Nationalspieler, der erst im Sommer 2012 ablösefrei von Bayer Leverkusen nach Schalke gewechselt war, spielt bis zum Ende der Saison auf Leihbasis für Eintracht Frankfurt und hofft, bei den Hessen in Bundesliga und Europa League an alte Glanztage anknüpfen zu können.

Der 28 Jahre alte Flügelspieler, der für Schalke bei seinen 22 Einsätzen in der Bundesliga lediglich zweimal von Beginn an ran durfte und zuletzt in der Gunst von Trainer Jens Keller nicht sonderlich hoch stand, freut sich auf seine neue Aufgabe in Frankfurt, wo er wieder zum Stammspieler werden möchte. Allerdings erwartet Barnetta auch bei der Eintracht ein starker Konkurrenzkampf, haben sich doch die im Vorjahr auf den Außenbahnen gesetzten Takashi Inui und Stefan Aigner gerade erst ihre Stammplätze wieder zurückgeholt. Dennoch entschied sich Barnetta, auch nach Rücksprache mit seinem Kollegen aus der Schweizer Nationalelf und Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler für Frankfurt und gegen andere Anfragen, die vor allem aus der italienischen Serie A vorgelegen haben sollen.

Dass Barnetta die Qualität mitbringt, um die Eintracht zu verstärken, zeigt ein Blick auf seine bisherige Bilanz im deutschen Fußball. Für Hannover 96, Bayer Leverkusen und zuletzt eben Schalke absolvierte der auf beiden Flügeln einsetzbare Rechtsfuß insgesamt 216 Spiele in der Bundesliga und erzielte dabei 25 Tore. Außerdem hat sich Barnetta mit 41 Assists einen Ruf als exzellenter Vorarbeit erarbeitet.

Durch seine gesamte Karriere zogen sich allerdings auch immer mehr oder weniger schwere Verletzungen, wobei sich beim 68-fachen Nationalspieler der Schweiz gerade in den vergangenen beiden Jahren die muskulären Probleme gehäuft haben. Nichtsdestotrotz setzt Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld weiter auf Barnetta und dürfte ihn nach aktuellem Stand auch in den Kader für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien berufen, sollte es den Eidgenossen in den ausstehenden Qualifikationsspielen gelingen, das Ticket für die Reise nach Südamerika zu lösen.

Mit Blick auf seine Chancen im Nationalteam ist nun auch der Wechsel nach Frankfurt von Bedeutung, wären Barnettas Aussichten auf einen Stammplatz bei Hitzfeld doch deutlich geringer, säße er im Jahr vor der WM überwiegend auf der Schalker Bank. Nun gilt es aber erst einmal, sich in Frankfurt zu beweisen.