Archiv für den Monat: März 2014

Super League: Schlusslicht Lausanne muckt auf – Remis im Top-Spiel

Fans des FC ZürichIn der Schweizer Super League wird es womöglich doch noch sowohl an der Tabellenspitze als auch im Abstiegskampf richtig spannend. Ganz vorne steht zwar nach wie vor der FC Basel, doch ist der Vorsprung des Titelverteidigers auf die Young Boys Bern am Wochenende auf nur noch drei Punkte geschmolzen.

Basel kam im Spitzenspiel beim weiterhin mit sechs Zählern Rückstand drittplatzierten Grasshopper-Club Zürich nicht über ein 1:1 hinaus und musste sogar froh sein, dass Valentin Stocker sechs Minuten nach der Führung für die Grasshoppers durch Daniel Pavlovic in der 51. Minute zumindest noch der Ausgleich gelungen ist.

Ansonsten wären die Berner Young Boys, die das Verfolgerduell mit 2:1 beim FC Luzern für sich entschieden, bis auf zwei Zähler herangerückt. Für Bern traf Yuya Kubo (10./55.) doppelt, doch am Ende war nach dem Anschlusstreffer für Luzern durch Mahmoud Kahraba in der 72. Minute dennoch Zittern angesagt. Für Luzern, das als Vierter nun schon acht Punkte hinter Basel liegt, dürfte sich das Thema Meisterschaft mit der insgesamt siebten Niederlage der Saison wohl erledigt haben. Gleiches gilt für den fünftplatzierten FC Zürich mit noch einem Zähler weniger, der allerdings beim FC Aarau mit 2:1 die Oberhand behielt. Nachdem Alain Schultz die Gastgeber kurz vor der Pause in Führung geschossen hatte, gelang Avi Rikan in der 55. Minute zunächst der Ausgleich, ehe sich Pedro Henrique zwei Minuten vor Schluss nervenstark zeigte und per Strafstoß den Siegtreffer für die Gäste markierte.

Im Abstiegskampf muckt derweil der FC Lausanne-Sport, der im Winter schon abgeschrieben war, weiterhin auf. Das Schlusslicht feierte nach dem 2:1 beim FC Sion zwei Wochen zuvor mit einem überraschend klaren 3:0 gegen den FC St. Gallen schon den zweiten Sieg im neuen Jahr und konnte den Rückstand ans rettende Ufer auf vier Punkte verkürzen. Für Lausanne trafen Pascal Feindouno (37.), Yoric Ravet (55.) und Miha Mevlja zum erst vierten Saisonsieg.

So viele Erfolge hat auch der FC Sion auf dem Konto, der nunmehr wieder zittern muss. Denn während Lausanne punktet, läuft es bei Sion auch nach dem abermaligen Trainerwechsel von Laurent Roussey zu Raimondo Ponte nicht. Sion verlor beim FC Thun mit 1:3 und war dabei mehr oder weniger chancenlos. Nur dank eines Elfmeters gelang Dario Vidosic sechs Minuten vor dem Ende der Ehrentreffer, nachdem zuvor Luca Zuffi, Berat Sadik und Adrian Nikci mit ihren Toren schon bis zur 50. Minute für ein klares 3:0 gesorgt hatten.

Bild: Wikimedia/ Zemoun666 (CC BY 2.0) 

Europa League: FC Basel nach 0:0 bei Maccabi Tel Aviv mit guten Karten

Torwart Sommer vom FC BaselNach dem optimalen Start in die Rückrunde der Super League mit drei Siegen in den drei Spielen beim FC Lausanne-Sport (3:1), gegen die Young Boys Bern (3:2) und gegen den FC Sion (1:0) sowie dem souveränen 6:1 im Viertelfinale des Pokals beim FC Le Mont hat sich der FC Basel auch in der Europa League eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der Zwischenrunde am kommenden Donnerstag gegen Maccabi Tel Aviv verschafft.

Beim israelischen Spitzenklub, der in der Gruppe hinter Eintracht Frankfurt, aber noch vor Apoel Nikosia und Girondins Bordeaux gelandet war, kam Basel zu einem torlosen Remis, mit dem jeder Sieg im Rückspiel zum Weiterkommen reichen würde. Allerdings ist das Ergebnis auch nicht ungefährlich, wäre doch jedes andere Unentschieden als ein 0:0 auch schon gleichbedeutend mit dem Ausscheiden.

Mit dem torlosen Unentschieden war man im Lager des FC Basel aber durchaus zufrieden. Schon die Aufstellung von Trainer Murat Yakin, der ohne den verletzten Kapitän Marco Streller im Angriff auskommen musste und darauf mit einer Dreier-Abwehrkette plus Sechser-Mittelfeld und nur einer Spitze reagierte, ließ vermuten, dass es der Schweizer Meister gar nicht unbedingt auf einen Sieg angelegt hatte.

Beim Rückspiel in Basel wird der FCB indes sicherlich anders auftreten. Im St. Jakob Park wird Basel kaum noch einmal ähnlich defensiv agieren, sondern möglicherweise auch wieder mit dem von Adduktorenproblemen geplagten Streller das Heil in der Offensive suchen, um das für das Weiterkommen mindestens nötige eine Tor zu erzielen.

Im Achtelfinale bekäme es Basel mit dem Sieger aus dem Duell Ajax Amsterdam gegen Red Bull Salzburg zu tun, der schon nach dem Hinspiel festzustehen scheint. Überraschend gewann der österreichische Vize-Meister in der Amsterdam-Arena mit 3:0 und wird sich die Runde der letzten 16 wohl kaum mehr nehmen lassen. Salzburg spielte vor 51.240 Zuschauern vor allem in der ersten Hälfte groß auf und ging schon nach 14 Minuten durch einen von Jonatan Soriano verwandelten Elfmeter in Führung. Nur sieben Minuten später schloss Sadio Mane eine herrliche Kombinationen der Mozartstädter bereits mit dem 0:2 ab und noch vor der Pause sorgte Soriano für das Highlight des Tages, als der spanische Kapitän der Roten Bullen kurz nach Überschreiten der Mittellinie abzog und perfekt über Ajax-Keeper Jasper Cillessen hinweg ins Netz traf.

Ajax wird trotz allen Potentials schon ein mittleres Wunder benötigen, um diesen Rückstand noch umzudrehen. Wahrscheinlicher ist aber, dass es im Achtelfinale zum Nachbarschaftsduell Österreich gegen Schweiz kommt, sofern der FC Basel die Hürde Tel Aviv meistert.

Bild: henrikalexandersen / Wikimedia  (CC BY 2.0)