Archiv für den Monat: Februar 2014

Super League: Knapper Sieg für den FC Basel

Fabian Frei FC BaselDer FC Basel setzt seinen Marsch zur Titelverteidigung in der Schweizer Super League weiter fort. Auch im dritten Spiel im neuen Jahr fuhr die Mannschaft von Trainer Murat Yakin einen Sieg ein, hatte mit dem Vorletzten FC Sion aber mehr Mühe als erwartet. Erst in der 57. Minute gelang Nationalspieler Fabian Frei mit einem verwandelten Elfmeter das Tor des Tages zum 1:0-Sieg, nachdem die vom neuen Trainer Raimondo Ponte gut eingestellten Gäste zuvor geschickt verteidigt hatten.

Basel verteidigte mit dem Sieg seinen Vorsprung von fünf Punkten auf die Young Boys Bern, die Schlusslicht FC Lausanne-Sport in einem unterhaltsamen Spiel mit 5:3 besiegten. Josef Martinez und Raphael Nuzzolo hatten die Young Boys schon nach 24 Minuten mit 2:0 in Führung geschossen, doch Ante Vukusic und Yannis Tafer gelang binnen acht Minuten der Ausgleich. Milan Gajic per Elfmeter und noch einmal Martinez sorgten dann aber für eine 4:2-Pausenführung und Michael Frey machte nach 49 Minuten dann für die Young Boys praktisch alles klar. Das 5:3 durch Tafer eine Viertelstunde vor dem Ende war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Einen Punkt hinter Bern folgt der Grasshopper-Club Zürich, der nach der unerwarteten Heimniederlage gegen den FC Aarau eine Woche zuvor eine starke Reaktion zeigte und beim FC St. Gallen überraschend deutlich mit 5:1 gewann. Die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe geriet zwar durch Philippe Montandon schon nach 15 Minuten in Führung, doch Nassim Ben Khalifa mit einem Doppelpack in der 38. und 51. Minute drehte die Partie schon bis kurz nach der Pause. Ebenfalls zweimal traf Munas Dabbur, der zunächst in der 69. Minute das 3:1 nachlegte und nach einem Platzverweis für St. Gallens Sebastien Wüthrich nach 82 Minuten auch das 4:1 besorgte. Für den 5:1-Endstand zeichnete schließlich in der letzten Minute Shkelzen Gashi verantwortlich.

Einen Zähler weniger als die Grasshoppers hat der viertplatzierte FC Luzern auf dem Konto, der den FC Aarau in einer turbulenten Schlussphase mit 3:2 besiegte. Nachdem Artur Ionita und Alexander Gonzalez bei einem Gegentreffer von Adrian Winter eine 2:1-Führung für Aarau herausgeschossen hatten, erhielt Luzern in der 80. und 90. Minute zwei Elfmeter zugesprochen, die Dimitar Rangelov und Mahmoud Kahraba zum am Ende glücklichen Sieg verwandelten.

In einem Mittelfeldduell besiegte außerdem der FC Zürich den FC Thun mit 3:1. Mario Gavranovic, Franck Etoundi und Armando Sadiku trafen für Zürich, während das zwischenzeitliche 1:2 durch Marco Schneuwly für Thun letztlich wertlos war.

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Super League, 20. Spieltag: FC Basel setzt sich mit 3:2 gegen Young Boys Bern ab

Streller vom FC BaselHätte sich der FC Basel einen Spieltag malen können, hätte dieser wohl genauso ausgesehen wie die 20. Runde der Raiffeisen Super League. So konnte Basel seinen Vorsprung auf Platz zwei auf nun schon fünf Punkte ausbauen und strebt mehr denn je der erfolgreichen Titelverteidigung entgegen.

In erster Linie ist dieser gewachsene Vorsprung natürlich das Verdienst des FC Basel selbst, der ein spektakuläres Top-Spiel gegen die zweitplatzierten Young Boys Bern am Ende mit 3:2 gewann. Dabei gingen die Young Boys in einer hart geführten Partie mit insgesamt acht gelben Karten nach 29 Minuten durch Leonardo Bertone in Führung und legten nur vier Minuten später durch Alexander Gerndt sogar den zweiten Treffer nach. Zu einem psychologisch wichtige Zeitpunkt zwei Minuten vor der Pause brachte Routinier Marco Streller Basel aber noch auf 1:2 heran, womit die Aufholjagd eingeläutet wurde. Marcelo Diaz zehn Minuten vor Schluss und Fabian Frei mit einem in der 89. Minute nervenstark verwandelten Elfmeter gaben dem Spiel schließlich die komplette Wende.

Erfreut zur Kenntnis genommen haben dürfte man in Basel auch die Ergebnisse der anderen Verfolger. Der Grasshopper-Club Zürich etwa unterlag überraschend dem FC Aarau mit 0:2. Linus Hallenius und Sven Lüscher erwischten GC schon in der fünften und 18. Minute mit zwei Treffern eiskalt. In der Folge fand die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe nur langsam ins Spiel, kam aber nicht über den Anschlusstreffer durch Nassim Ben Khalifa in der 69. Minute hinaus.

Wie die Grasshoppers erlaubte sich auch der FC Luzern eine unerwartete Niederlage. Der Tabellenvierte, der nun sieben Punkte Rückstand auf Basel aufweist, verlor beim FC Thun mi 1:2. Andreas Wittwer brachte Thun schon nach sieben Minuten in Führung und noch vor der Pause gelang Christian Schneuwly das vorentscheidende 2:0. Nur in der Schlussphase wurde noch einmal ein wenig spannend, als Mahmoud Kahraba fünf Minute vor dem Ende Luzern mit dem Anschlusstreffer herangebracht hatte.

Den Spieltag perfekt für Basel machte schließlich die 0:2-Heimniederlage des FC St. Gallen gegen den FC Zürich. Stephane Nater besorgte dabei per Eigentor die Gästeführung und Pedro Henrique machte drei Minuten vor dem Abpfiff alles klar.

Im Duell Vorletzter gegen Letzter landete der FC Lausanne-Sport einen 2:1-Sieg beim FC Sion, mit dem die Mannschaft von Trainer Henri Atamaniuk noch einmal Hoffnung in Sachen Klassenerhalt hegen darf. Lausanne, für das Yoric Ravet doppelt traf, hat aber nach wie vor beträchtliche sieben Punkte Rückstand auf Sion.

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Super League verliert im Transfer-Winter an Qualität

Es ist das Schicksal einer vergleichsweisen kleinen Liga wie der Schweizer Super League, regelmäßig die besten Spieler ins Ausland ziehen lassen zu müssen. So auch in der diesjährigen Winter-Transferperiode, die den Klubs in der Schweiz noch bis zum 15. Februar die Verpflichtung neuer Profis erlaubt. Weil in den großen Ligen wie England, Deutschland, Italien oder Frankreich das Transferfenster am 31. Januar geschlossen wurde, besteht für die Schweizer Klubs aber nicht mehr die ganz große Gefahr, Leistungsträger abgeben zu müssen, auch wenn beispielsweise in Russland oder Ukraine noch einige Wochen Transfers möglich sind.

Salah zieht es nach London

Doch auch ohne weitere Abgänge, die im Sommer zwangsläufig wieder folgen werden, wurde die Super League in den letzten Wochen geschwächt. Allen voran ist natürlich der Wechsel von Mohamed Salah für mehr als 13 Millionen Euro vom FC Basel zum FC Chelsea zu nennen. Der Ägypter, der in den vergangenen Monaten nicht nur in der Champions League, sondern auch im nationalen Spielbetrieb überzeugte, darf sich nun im Starensemble der Blues beweisen, wobei abzuwarten bleibt, ob sich Salah dort durchsetzen kann.

Izet Hajrovic neu bei GalatasarayIn Richtung Türkei hat sich derweil Izet Hajrovic verabschiedet, der Galatasaray Istanbul bei der erhofften Aufholjagd helfen soll. Für den 22 Jahre alten Nationalspieler Bosniens kassiert der Grasshopper-Club Zürich eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro, die zur Finanzierung des Etats unerlässlich ist. Nichtsdestotrotz machte Trainer Michael Skibbe, der auf der anderen Seiten seinen Wunschspieler Theofanis Gekas nicht bekommen hat, kein Geheimnis daraus, dass der Verlust von Hajrovic schmerzt. Der flexibel einsetzbare Offensivmann, der sich in Istanbul an der Seite von Weltstars wie Didier Drogba oder Wesley Snejder für einen Platz im bosnischen WM-Kader empfehlen möchte, erzielte in der Hinrunde bei 15 Einsätzen sechs Tore und bereitete vier Treffer vor.

Braunschweig schnappt sich Khelifi 

Nicht ganz so gut liest sich die Bilanz von Salim Khelifi, der es für den FC Lausanne-Sport bei 18 Spielen auf zwei Tore und eine Vorlage brachte. Dennoch erhielt der 20-Jährige ein Angebot von Eintracht Braunschweig und schloss sich für 500.000 Euro dem Schlusslicht der deutschen Bundesliga an, wo Khelifi einen Vertrag bis 2018 erhielt und mehr als Perspektivspieler denn als sofortige Hilfe eingeplant ist.

Ebenfalls der Super League den Rücken gekehrt hat Innenverteidiger Dusan Veskovac, der für rund 800.000 Euro von den Young Boys Bern zum FC Toulose gewechselt ist und in der französischen Ligue 1 verstärkt in den Fokus der serbischen Nationalmannschaft rücken will. Der 27-Jährige, der einen Vertrag bis 2017 erhielt, war bei den Young Boys seit der Rückrunde der letzten Saison eine feste Größe.

Foto: Ultraslansi/ Wikimedia

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