Archiv für den Monat: Januar 2014

FC Basel: Mohamed Salah zum FC Chelsea – Kommt noch Ersatz?

Es war zwar schon seit längerem nur noch eine Frage der Zeit, bis Mohamed Salah den FC Basel verlassen würde, doch dass der Ägypter schon in dieser Winterpause der Schweizer Super League den Rücken kehrt, war nicht unbedingt zu erwarten. Doch letztlich hat es die Situation so ergeben, dass der FC Chelsea durch den bevorstehenden Verkauf von Juan Manuel Mata an Manchester United Bedarf in der Offensive hatte und die für den Sommer geplante Verpflichtung Salahs nun eben schon frühzeitig unter Dach und Fach gebracht hat.

Logo vom englischen Fussballclub FC ChelseaSalah, der auch vom FC Liverpool und von Newcastle United umworben wurde, kostet nach BBC-Informationen eine Ablöse von elf Millionen Pfund bzw. umgerechnet rund 13,4 Millionen Euro. Viel Geld für den FC Basel, der indes einmal mehr gezeigt hat, wie man aus wenig viel macht. So kam Salah im Sommer 2012 für rund zwei Millionen Schweizer Franken als Ersatz für den für etwa elf Millionen Euro zum FC Bayern München gewechselten Xherdan Shaqiri aus seiner Heimat von Arab Contractors SC nach Basel und bringt nun umgerechnet in Franken fast das Zehnfache in die Kassen des Schweizer Meisters.

Weil Salah, der insbesondere in der Champions League bei den beiden Basler Siegen gegen Chelsea als Torschütze glänzte und in 79 Spielen der Super League für Basel auf 20 Tore und 17 Vorlagen kam, aber auch sportlich eine große Lücke hinterlässt, beratschlagen die Verantwortlichen in Basel im Moment, wie bis zum Transferschluss Ende Januar verfahren werden soll. Trainer Murat Yakin betonte dabei gegenüber “Blick“, das eingenommene Geld nicht unbedingt noch im Winter investieren zu müssen, ließ aber auch durchblicken, schon noch gerne Verstärkung haben zu wollen: “Wir haben in den eigenen Reihen auch gute Offensivspieler, die jederzeit Spieler ersetzen können. Wir schauen jetzt mal, was im Januar noch möglich ist. Im Januar kann man ja nicht die besten Spieler wegholen. Aber wir setzen alles daran, dass wir gute Spieler holen können.“

Trotz des Abgangs von Salah genießt aber weiterhin ein neuer Spieler für die im Moment dünn besetzte Innenverteidigung Priorität. Weil mit Nationalspieler Fabian Schär, Ivan Ivanov und Gasto Sauro drei von vier zentralen Abwehrspielern in Yakins Kader nicht einsatzfähig sind, erscheint die Verpflichtung eines zusätzlichen Defensivmanns nicht nur sinnvoll, sondern auch zwingend notwendig. Eine konkrete Spur gibt es in dieser Hinsicht allerdings noch nicht.

Foto: Russell Trebor / Wikimedia

Lizenz: CC BY-SA 2.0

Grasshopper-Club Zürich: Amir Abrashi und Shkelzen Gashi umworben

Zwei Wochen vor dem Start in die Rückrunde der Schweizer Super League hat der Grasshopper-Club Zürich ein Testspiel während des Trainingslagers im spanischen Marbella gegen den deutschen Bundesligisten 1. FC Nürnberg mit 0:1 verloren. Für das Tor des Tages für den Club sorgte dabei ausgerechnet der Schweizer Nationalspieler Josip Drmic, der bis zum Sommer 2013 noch für den Lokalrivalen FC Zürich spielte und keinen Hehl daraus machte, dass Treffer gegen die Grasshoppers noch immer und selbst in Freundschaftsspielen etwas Besonderes sind.

Stadion der Grasshoppers ZürichWeil mit Milan Vilotic, Toko und Mergim Brahimi drei Akteure verletzt ausfielen und Nürnberg in der Vorbereitung wegen des eine Woche früher erfolgenden Starts der Bundesliga schon weiter ist, war GC-Trainer Michael Skibbe mit der Vorstellung seiner Elf nicht unzufrieden.

Auch Amir Abrashi und Shkelzen Gashi, die beide in der ersten Elf standen, präsentierten sich in guter Frühform, womit das aufgekommene Interesse anderer Klubs an den beiden schweizerisch-albanischen Doppelbürgern nicht kleiner werden dürfte. Für den 23 Jahre alten Abrashi soll sich Medienberichten aus Italien zufolge Catania Calcio, Schlusslicht der Serie A interessieren. Dass GC den zentralen Mittelfeldspieler, der noch einen Vertrag bis 2015 besitzt, in der Winterpause ziehen lässt, ist jedoch so gut wie ausgeschlossen. Jedenfalls wäre es im Kampf um die Meisterschaft das völlig falsche Signal einen unumstrittenen Stammspieler und Leistungsträger ohne Not ziehen zu lassen.

Um Gashi wirbt laut der albanische Zeitung „Koha Ditore“ der ukrainische Erstligist Zorya Lugansk, der dem 25-Jährigen sicherlich in finanzieller Hinsicht mehr bieten könnte als die Grasshoppers. Allerdings besitzt auch Gashi, der in dieser Saison mit fünf Treffern und vier Vorlagen zu den auffälligsten Akteuren der Skibbe-Elf zählte, obwohl er bei 16 Einsätzen achtmal nur eingewechselt wurde, noch einen Vertrag bis 2015, womit die Lage die gleiche ist wie bei Abrashi.

Unterdessen kommt GC im Werben um Wunschstürmer Theofanis Gekas weiterhin nicht entscheidend voran, weshalb Coach Skibbe gegenüber “Blick“ durchklingen ließ, bei der Suche nach Verstärkungen auch andere Alternativen zu prüfen. Zweifelsohne würde Skibbe aber am liebsten Gekas, den er aus der gemeinsamen Zeit bei Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt kennt, in seinem Kader begrüßen, wobei langsam, aber sicher die Zeit davon läuft. Bis Ende Januar, wenn europaweit von wenigen Ausnahmen abgesehen die Transferliste für diese Saison schließt, wird aber in jedem Fall eine Entscheidung fallen. Im Moment sollte man aber eher nicht darauf wetten, dass Gekas dann für GC aufläuft.

Foto: BrianKohn / Wikimedia

Lizenz: CC BY-SA 3.0

Grasshopper-Club Zürich: Theofanis Gekas soll den Angriff verstärken

Wenn die Schweizer Super League am ersten Februar-Wochenende in die zweite Halbserie starten, dürfen sich die Fans auf überaus spannende Monate freuen, trennen den FC Basel als Spitzenreiter doch lediglich vier Punkte vom FC St. Gallen auf Rang fünf. Neben Titelverteidiger und Top-Favorit Basel sowie St. Gallen dürfen sich auch die Young Boys Bern, der FC Luzern und der Grasshopper-Club Zürich noch reelle Chancen auf die Meisterschaft ausrechnen.

Fussballspieler Theofanis GekasGleich zum Rückrundenauftakt steht dabei ein absolutes Spitzenspiel an, wenn Luzern als Tabellenzweiter die drittplatzierten Grasshoppers zu Gast hat. Und die Grasshoppers wollen offenbar nichts unversucht lassen, um erstmals seit 2003 und zum 28. Mal insgesamt wieder Schweizer Meister zu werden. So bemüht sich der Tabellenzweite des letzten Jahres in diesen Tagen intensiv um die Verpflichtung von Theofanis Gekas, der im Jahr 2007 Torschützenkönig der deutschen Bundesliga war und seine Treffsicherheit auf hohem Niveau schon über einen langen Zeitraum nachgewiesen hat.

Trainer Michael Skibbe, der bereits bei Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt mit Gekas zusammengearbeitet hat, macht gegenüber “Blick“ jedenfalls keinen Hehl daraus, dass er den mittlerweile 33 Jahre alten Griechen gerne in seinen Reihen hätte: “Einen Spieler wie ihn hätten wir natürlich gerne bei uns in der Mannschaft. Wir haben Interesse an ihm. Aber es hängt nicht nur von uns ab, ob es klappt.“

Ob die Verpflichtung des Angreifers, der in 69 Länderspielen für Griechenland 24 Tore erzielt hat, zustande kommt, hängt auch davon ab, ob es zu einer Einigung mit dem türkischen Erstligisten Konyaspor kommt. Dieser soll Gerüchten zufolge seinen Verpflichtungen nicht immer nachgekommen sein, weshalb Gekas den Verein wegen ausstehender Gehaltszahlungen nach nur wenigen Monaten schon wieder verlassen möchte.

Obwohl Skibbe in Gekas “eine gute Ergänzung und Verstärkung“ sähe, müsste erst abgewartet werden, ob der schlitzohrige Angreifer noch einmal zu seiner alten Torgefährlichkeit findet. In der laufenden Saison gelangen dem 1,79 Meter großen Stürmer nur noch für seine Verhältnisse enttäuschende zwei Tore in elf Spielen der Süper Lig, wobei dafür fünf Vorlagen ein starker Wert sind. Mit einigen Wochen Training unter seinem Ex-Coach Skibbe, unter dem Gekas für Leverkusen und Frankfurt in 70 Bundesliga-Spielen 31 Tore erzielt hat, scheint aber gut möglich, dass ihm auch in der Schweiz eine starke Trefferquote gelingt. Sollte Gekas tatsächlich zum Volltreffer werden, würden die Chancen der Grasshoppers auf die Meisterschaft jedenfalls sicher nicht geringer.

 

Foto: Andreas Nowak / Wikimedia

Lizenz: gemeinfrei

 

 

 

 

FC Basel: Murat Yakin verlängert und sucht nach Verstärkung

Trainer von FC Basel: Murat JakinNachdem im Herbst Gerüchte über einen zeitnahen Abschied von Murat Yakin vom FC Basel die Runde machten und der Coach des Schweizer Meisters in den Wochen danach sowohl mit Lazio Rom aus der italienischen Serie A als auch mit Hannover 96 aus der deutschen Bundesliga, die sich jeweils von ihren Trainern getrennt hatten, in Verbindung gebracht wurde, herrscht seit kurzem nun Klarheit.

Wie der FCB mitteilte, hat Yakin seinen am Ende der Saison auslaufenden Vertrag, der sich nur im Erfolgsfall automatisch um ein Jahr verlängert hätte, bis 30. Juni 2015 ausgedehnt. Enthalten ist im neuen Vertragswerk auch wieder eine Option auf ein weiteres Jahr, die vermutlich wiederum an bestimmte Erfolge gekoppelt ist. Präsident Bernhard Heusler, dem ein schwieriges Verhältnis zu Yakin nachgesagt wird, hat mit dieser Entscheidung ein Zeichen gesetzt und kann nun gemeinsam mit Yakin sowie Sportdirektor Georg Heitz die weitere Personalplanung vorantreiben.

Diese sieht möglicherweise schon im Winter die Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers vor. Grund dafür ist der Ausfall von Abwehrchef Fabian Schär, der nach seiner Knie-OP erst Ende Februar wieder ins Training einsteigen kann und folglich wohl nicht vor Mitte März wieder als vollwertige Kraft zur Verfügung stehen wird. Weil ohne Nationalverteidiger Schär nur der 20 Jahre alte Arlind Ajeti, Neuzugang Ivan Ivanov und der in der Gunst von Yakin nicht sonderlich hoch stehende Gaston Sauro für die beiden Plätze im Abwehrzentrum zur Verfügung stehen, wäre es auch objektiv gesehen sinnvoll, einen weiteren gestandenen Innenverteidiger hinzuzuholen. Entsprechende Gedankenspiele bestätigte Sportdirektor Heitz nun gegenüber der Zeitung “Blick“: “In der Innenverteidigung holen wir eher einen Spieler, als dass wir einen abgeben. Es sind Überlegungen vorhanden, einen Ersatz für Fabian Schär zu holen.“

Als Kandidat gehandelt wird Nationalspieler Tim Klose, der im vergangenen Sommer für stolze sechs Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg zum VfL Wolfsburg gewechselt ist, dort hinter Naldo und Youngster Robin Knoche nur Innenverteidiger Nummer drei ist. Mit Blick auf die WM in Brasilien und seine Stammplatzchancen benötigt Klose zwar regelmäßige Spielpraxis, doch ist Wolfsburg nicht dazu bereit, den kopfballstarken Defensivmann ziehen zu lassen. Klar ist indes, dass ein neuer Abwehrspieler keine Kurz- oder Notlösung sein soll, wie Heitz verdeutlicht: „Leihgeschäfte tätigen wir eher, wenn wir auch eine Kaufoption erhalten.“

Bei Klose scheint eine solche Konstellation aber völlig ausgeschlossen. Womöglich wird Basel aber in Portugal fündig, wo sich Yakin und Heitz am vergangenen Wochenende zur Spielerbeobachtung aufgehalten haben sollen.

 

Foto: Florian K. / Wikimedia

Lizenz: CC BY-SA 2.5

FC Basel: Yann Sommer auf dem Sprung zu Borussia Mönchengladbach?

Nach wochenlangem Schweigen hat sich Marc-Andre ter Stegen am Montag pünktlich zum Trainingsauftakt bei Borussia Mönchengladbach zu seinen Zukunft geäußert. Nicht ganz unerwartet, von Gladbachs Fans und Verantwortlichen aber dennoch anders erhofft, teilte der aus der eigenen Jugend stammende Torhüter mit, das vorliegende Angebot zur Verlängerung seines am 30. Juni 2015 auslaufenden Vertrages nicht anzunehmen.

Yann Sommer Fußballspieler
Wechselt Yann Sommer zu Gladbach?

Die Folge dieser Entscheidung ist, dass ter Stegen Mönchengladbach aller Voraussicht nach schon im kommenden Sommer verlassen wird, wobei das Ziel des 21 Jahre alten Torhüters ein offenes Geheimnis ist. Spanische Medien haben schon vor Wochen vermeldet, dass ter Stegen beim FC Barcelona die Nachfolge der zum Saisonende scheidenden, langjährigen Nummer eins Victor Valdes antreten soll.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl zeigte sich zwar enttäuscht, richtete den Blick aber zugleich nach vorne, auch in Erwartung eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich: “Es ist auch eine Chance, du könntest exorbitant viel Geld einnehmen und damit werden wir versuchen, gut umzugehen.“

Oberste Aufgabe von Eberl und Trainer Lucien Favre ist es nun, einen neuen Torhüter zu verpflichten. Die aktuelle Nummer zwei Christopher Heimeroth jedenfalls hat keine Chancen, dauerhaft zum Stammkeeper aufzusteigen. Spekuliert wird bereits seit längerem reichlich und jetzt, nachdem der Abschied ter Stegens fix ist, dürfte die Gerüchteküche nochmals mehr brodeln.

Nach Informationen des “Express“ soll man sich in Gladbach vor allem auf Betreiben Favres, der gerne seinen Landsmann an den Niederrhein lotsen würde, bereits auf Yann Sommer vom FC Basel als Wunschkandidat festgelegt haben. Der 25 Jahre alte Schweizer besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2015, würde aber wohl die Freigabe erhalten, wenn die Ablöse stimmt. Kommt der Wechsel zustande, wäre Sommer der zweite Schweizer Torhüter in Mönchengladbach. Jörg Stiel brachte es zwischen 2001 und 2004 zum Publikumsliebling, war aber sportlich nicht immer unumstritten.

Neben Sommer machen in Gladbach aber noch die Namen zahlreicher weiter Torhüter die Runde, die allesamt ihr Qualitäten in der Bundesliga schon bewiesen haben. Häufig genannt werden vor allem Oliver Baumann vom SC Freiburg und Ron-Robert Zieler von Hannover 96, für die beide ebenfalls eine Ablöse fällig wäre. Gleiches gilt auch für den aufstrebenden Timo Horn vom Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Köln, wobei Kölns Sportdirektor Jörg Schmadtke bereits ausgeschlossen hat, den hochveranlagten Torhüter oder irgendeinen anderen Spieler an den Erzrivalen zu verkaufen.

Wann eine Entscheidung fällt, ist offen, doch ist davon auszugehen, dass Gladbach an einer schnellen Lösung interessiert ist, um anschließend wieder die Konzentration auf die durchaus mögliche Qualifikation für die Champions League richten zu können.

Foto: henrikalexandersen / Wikimedia

Lizenz: CC BY 2.0