Archiv für den Monat: Dezember 2013

WM 2014: Lösbare Gruppe für die Schweiz – Frankreich aber Favorit

Bei der Auslosung der Vorrundengruppen der WM 2014 hätte es für die Schweiz trotz des Platzes im ersten Lostopf fraglos schlimmer kommen können. So gehört die Konstellation in Gruppe E eben mit den Eidgenossen sowie Frankreich, Honduras und Ecuador sicherlich nicht zu den schwersten Gruppen, die die Endrunde in Brasilien zu bieten hat. Alle Spiele der Schweiz in der WM Gruppe E finden Sie hier. 

Ottmar Hitzfeld - Trainer des Schweizer Fußball National TeamsNach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2010 in Südafrika, als trotz des völlig überraschenden Auftaktsieges gegen den späteren Weltmeister Spanien der Sprung unter die besten 16 Mannschaften nicht gelang, sind die Hoffnungen in der Schweiz daher groß, genau wie bei der WM 2006 in Deutschland die Gruppenphase zu überstehen. Und weil die Qualität in der Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld so groß wie selten zuvor in der Geschichte des Landes ist, hofft man in der Schweiz insgeheim sogar auf mehr und träumt von einer ganz großen Überraschung.

Damit diese möglich wird, müssen aber zunächst mindestens zwei der drei Gruppengegner auf die Plätze verwiesen werden. Eine enorme Bedeutung kommt dabei gleich dem Auftaktspiel gegen Ecuador zu, rechnen die meisten Experten doch damit, dass diese beiden Mannschaften den zweiten Platz hinter Gruppenfavorit Frankreich unter sich ausmachen werden. Je nach Ausgang der Partie gegen Ecuador könnte die Schweiz dann im anschließenden Duell mit der Equipe Tricolore schon ein wenig taktieren. Gegen Honduras, das als klarer Außenseiter ins Turnier startet, sind die Punkte am letzten Gruppenspieltag hingegen fest eingeplant.

Gespannt darf man vor allem darauf sein, wie sich die vielen hochveranlagten Akteure der Schweiz auf der ganz großen Bühne in Brasilien präsentieren. Das Zeug dazu, einer der Superstars der WM 2014 zu werden, besitzt fraglos Xherdan Shaqiri, der an der erfolgreichen Qualifikation maßgeblichen Anteil hatte und seine außergewöhnliche Qualität auch schon im Starensemble des FC Bayern München mehrfach unter Beweis stellen konnte.

Neben Shaqiri sind auch andere Akteure aus der deutschen Bundesliga wie Torwart Diego Benaglio, Außenverteidiger Ricardo Rodriguez (beide VfL Wolfsburg) oder Mittelfeldstratege Granit Xhaka feste Größen in der Schweizer Nati, in der außerdem Blerim Dzemaili, Valon Behrami und Gökhan Inler ein Trio vom SSC Neapel zu den Korsettstangen gehört.

Lediglich im Angriff mangelt es der Schweiz seit dem Rücktritt von Alexander Frei an einem verlässlichen Torjäger. Mit Haris Seferovic, Josip Drmic, Admir Mehmedi oder auch Mario Gavranovic sind aber einige Talente auf einem guten Weg. Sollte einer dieser Angreifer bis zur WM den großen Durchbruch schaffen, ist mit der Schweiz zweifellos zu rechnen.

 

Foto: Fanny Schertzer / Wikimedia

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FC Aarau: Chancen auf Verpflichtung von Mario Eggimann wohl nur gering

Fußballer Mario EggimannAls Mitte Dezember eine Delegation des FC Aarau bestehend aus Vizepräsident Roger Geissberger, Sportchef Urs Bachmann und Sportausschuss-Mitglied Fredy Strasser nach Berlin reisten und dort das Gespräch mit Mario Eggimann führten, mit dem Ziel den 32 Jahre alte Abwehrspieler in die Schweizer Heimat zurückzuholen, schien der Tabellenachte der Schweizer Super League zumindest nicht chancenlos.

Seitdem hat sich aber vor allem bedingt durch die Verletzung von Fabian Schönheim, die Eggimann zuletzt dreimal in Folge in die Startelf des 1. FC Union Berlin spülte, einiges getan, was die Hoffnungen in Aarau auf die Verpflichtung des zehnfachen Nationalspielers der Schweiz hat sinken lassen.

So sprach Unions Trainer Uwe Neuhaus Eggimann ein großes Lob für seine Leistungen aus und sieht den im Sommer als Königstransfer von Hannover 96 geholten Innenverteidiger mittlerweile auf einem sehr guten Weg: “Wir haben ihn als Führungsspieler geholt und als wichtige Figur für die Mannschaft. Leider konnte er durch sein Verletzungspech diese Rolle lange Zeit nie so ganz ausfüllen, wie es gedacht war. Was er aber wert ist, konnte man jetzt sehen. Da war er sehr souverän und jederzeit präsent auf dem Platz“, so der Coach im “Berliner Kurier“ vor allem mit Blick auf die beiden Siege beim VfL Bochum (4:0) und gegen Arminia Bielefeld (4:2), mit denen die Eisernen zum Jahresabschluss wieder in die Erfolgsspur gefunden haben.

Nach einer Sprunggelenksverletzung sowie Bandscheibenproblemen, die Eggimann zu Beginn der Saison außer Gefecht setzten und zum Verlust des eigentlich sicheren Stammplatzes führten, stehen bislang sieben Einsätze in der Bilanz des kopfballstarken Abwehrspielers, der die positive Tendenz am Wochenende beim 4:2 gegen Bielefeld mit seinem ersten Tor für Union untermauerte. Besonders beeindruckt zeigte sich Eggimann, der vor seinem Treffer zum 1:1 am Rückstand nicht ganz unbeteiligt war, vom Publikum an der Alten Försterei: “Sensationell hier. So was habe ich noch nie erlebt. Die Fans stehen hinter dir. Egal wie es läuft“, hob der erfahrene Innenverteidiger die positive Reaktion des Anhangs nach dem frühen Rückstand hervor.

Alles in allem scheint Eggimann nach einigen Monaten Anlaufzeit nun in Berlin angekommen. Schien noch vor wenigen Wochen eine Trennung im Winter nicht ausgeschlossen, so darf man inzwischen davon ausgehen, dass beide Seiten den bis 30. Juni 2015 datierten Vertrag erfüllen wollen. Der FC Aarau muss sich somit noch etwas gedulden und vorerst nach einem anderen Stabilisator für seine mit 35 Gegentoren in 17 Spielen doch recht anfällige Abwehr suchen.

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Super League: 1:1 im Top-Spiel zwischen Basel und Luzern – Bern rückt vor

Am 18. Spieltag der Schweizer Super League, der letzten Runde vor der Winterpause, hat der FC Basel seine Tabellenführung verteidigt. Im Spitzenspiel gegen den FC Luzern kam der Titelverteidiger allerdings nicht über ein 1:1 hinaus und verpasste es dadurch, den Vorsprung von nur einem Punkt auszubauen.

Nachdem Alain Wiss die Gäste aus Luzern nach 27 Minuten in Führung gebracht hatte, glich Nationalverteidiger Fabian Schär für Basel nach 62 Minuten aus. Mehr war allerdings nicht mehr drin, auch weil Schär nur vier Minuten nach seinem Treffer mit Gelb-Rot vom Platz musste. Zwar beendete auch Luzern die Partie nach Gelb-Rot gegen Florian Stahel in der letzten Minute nur mit zehn Mann, doch in der vielleicht entscheidenden Phase des Spiels hatte Basel in Unterzahl einen gravierenden Nachteil.

Den Rückstand auf die ersten beiden Plätze verkürzen konnten die Young Boys Bern, die gegen den FC St. Gallen einen knappen 1:0-Erfolg feierten und nun zwei Punkte hinter Platz eins liegen. Scott Sutter gelang fünf Minuten vor der Pause das Tor des Tages.

Federn gelassen hat hingegen der Grasshopper Club Zürich im Stadtduell beim FC Zürich. Nach dem Führungstreffer des Brasilianers Caio in der 55. Minute sahen die von Michael Skibbe trainierten Grasshoppers lange Zeit wie der Sieger aus, doch konnte Franck Etoundi für den FCZ acht Minuten vor Schluss noch ausgleichen.

In der zweiten Hälfte der Tabelle gelang dem FC Aarau beim 2:1 gegen den FC Thun ein wichtiger Dreier. Sven Lüschers Führung aus der 61. Minute konnte Thuns Marco Schneuwly zwar in der 76. Minute egalisieren, doch praktisch im Gegenzug erzielte Alexander Gonzalez den 2:1-Siegtreffer für die Gastgeber.

Das abgeschlagene Schlusslicht FC Lausanne-Sport landete derweil gegen den Vorletzten FC Sion mit 3:1 den erst zweiten Saisonsieg. Mit einem unmittelbar vor der Pause verwandelten Elfmeter von Nicolae Herea ging Sion mit einer Führung in die Halbzeit, doch als Yannis Tafer nach 68 Minuten den Ausgleich markierte, drehte Lausanne plötzlich richtig auf und legte in den letzten zehn Minuten durch Matar Coly und Yaya Banana zwei weitere Treffer nach.

Nach sechs Wochen Winterpause startet die Super League am ersten Februar-Wochenende in die zweite Halbserie. Dann gastieren unter anderem die Grasshoppers zum Top-Spiel in Luzern und Basel steht vor einem Pflichtsieg in Lausanne.

Transfermarkt: Wird Roman Bürki der sechste Schweizer Bundesliga-Keeper?

Schon im Sommer, als Trainer Thomas Tuchel den Konkurrenzkampf für völlig offen erklärte, wurde deutlich, dass der 1. FSV Mainz 05 kein allzu großes Vertrauen mehr in die beiden erfahrenen Torhüter Heinz Müller und Christian Wetklo mehr setzt. Wetklo, der als Stammkepper des letzten Jahres gegen Müller das Nachsehen hatte, ist mittlerweile völlig außen vor, nachdem er vor kurzem Trainer Tuchel empfahl, lieber Amateurtorhüter Christian Mathenia als Reservekeeper auf die Bank zu setzen. Während bei Wetklo im Winter ein vorzeitiger Abschied nicht auszuschließen ist, wird Müller nach überstandener Verletzung dann wieder angreifen.

Dass der 35-Jährige dann Loris Karius wieder aus dem Tor verdrängen wird, ist allerdings mehr als fraglich, hat der Youngster doch bislang sehr solide bis gute Leistungen gezeigt. Eine Garantie dafür, nun auf Jahre hinaus die Nummer eins zu sein, gibt es für Karius indes nicht. Vielmehr hat Mainz Medienberichten zufolge Interesse an der Verpflichtung von Roman Bürki vom Grasshopper Club Zürich, der in seinem noch bis 2016 laufenden Vertrag beim Schweizer Spitzenklub eine Ausstiegsklausel haben soll, die ihm dem Vernehmen nach einen Wechsel für 2,5 Millionen Euro erlaubt. Und weil sich die Grasshoppers schon nach einem Nachfolger umsehen und dabei ein Auge auf den Kroaten Vaso Vasic vom FC Schaffhausen geworfen haben sollen, darf man davon ausgehen, dass der 23 Jahre alte Bürki seine Zelte in Zürich im Sommer abbricht.

Sollte es zum Wechsel nach Mainz kommen, wäre Bürki der sechste Schweizer Torhüter in der deutschen Bundesliga. Die bisherige Bilanz der eidgenössischen Schlussleute in Deutschland fällt indes durchwachsen aus. So war Pascal Zuberbühler in der Schweiz jahrelang ein herausragender Torhüter, ist bei Bayer Leverkusen aber mehr als Pannenkeeper in Erinnerung geblieben. In seinen 13 Spielen für die Werkself 2000/01 konnte Zuberbühler jedenfalls ebenso wenig einen bleibend positiven Eindruck hinterlassen wie Andreas Hilfiker, der 1998/99 in der Abstiegssaison des 1. FC Nürnberg 17-mal für den Club auflief. Jörg Stiel schaffte es zwischen 2001 und 2004 immerhin zum Publikumsliebling bei Borussia Mönchengladbach, war sportlich aber nicht immer unumstritten. Erst noch dauerhaft beweisen muss sich Marwin Hitz, der nach seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg zum FC Augsburg mit etwas Anlaufzeit den Sprung zum Stammkeeper geschafft hat.

Diego Benalgio - Torwart bei Wolfsburg
Diego Benalgio glänzt als Torwart bei Wolfsburg

Über einen längeren Zeitraum hinweg mit starken Leistungen glänzte von den Schweizer Torhütern in Deutschland bislang nur Diego Benaglio, der nach einer Lehrzeit ohne Einsatz beim VfB Stuttgart schon jahrelang eine feste Größe beim VfL Wolfsburg ist und seinen Anteil am Gewinn der überraschenden Meisterschaft im Jahr 2009 hatte.

 

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Super League: FC Basel und Grasshopper-Club Zürich trennen sich 1:1

Vor dem letzten und über den Achtelfinal-Einzug entscheidenden Gruppenspiel in der Champions League beim FC Schalke 04 hat der FC Basel seine Tabellenführung in der Schweizer Super League behaupten können. Im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter kam der amtierende Meister gegen den Grasshopper-Club Zürich aber nicht über ein 1:1 hinaus, mit die Mannschaft von Trainer Murat Yakin am Ende aber hochzufrieden sein musste.

Fussball Stadion St. Jakob ParkDenn nachdem Izet Hajrovic die Grasshoppers nach 36 Minuten in Führung geschossen hatte, sah es lange Zeit so aus, als könnten die von Michael Skibbe trainierten Zürcher nach Punkten zu Basel aufschließen. Giovani Sio, der anstelle des später eingewechselten Marco Streller als einzige Spitze begann, rettete Basel schließlich erst in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Punkt und zumindest noch einen Zähler Vorsprung auf Rang zwei, den nun der FC Luzern belegt. Die Grasshoppers rutschten durch das Remis in Basel hingegen auf den dritten Platz ab und liegen weiter drei Zähler hinter dem Spitzenreiter zurück.

Luzern hatte allerdings gegen den FC Aarau lange Zeit unerwartet große Mühe und kam gegen den Tabellenvorletzten erst vier Minuten vor dem Ende durch Außenverteidiger Sally Sarr zum späten Siegtreffer. Punktgleich mit Luzern folgt auf dem vierten Platz der FC St. Gallen, der sich zu Hause gegen den FC Sion keine Blöße gab und einen verdienten 2:0-Erfolg feierte. Marco Mathys nach einer Stunde und Sebastien Wüthrich nach 65 Minuten erzielten die beiden Tore zum Sieg. Nur noch Tabellenfünfter mit einem Punkt weniger als Luzern und St. Gallen sind die Young Boys Bern, die eine Woche nach dem 2:2 gegen Basel beim FC Thun eine nicht unbedingt zu erwartende 0:1-Niederlage kassierten. Für Thun erzielte Christian Schneuwly schon in der 23. Minute das Tor des Tages.

Den höchsten Sieg des Spieltages landete der FC Zürich, der das abgeschlagene Schlusslicht FC Lausanne-Sport mit einem 0:4 im Gepäck auf die Heimreise schickte. Marco Schönbächler eröffnete den Torreigen nach 28 Minuten und in der zweiten Hälfte legten dann Avi Rikan (58.), Davide Mariani (81.) und Jorge Teixeira (84.) drei weitere Treffer nach.

Am kommenden Wochenende steigt in der Super League nun noch der 18. Spieltag, ehe die Liga nach sechs Wochen Pause erst am ersten Februar-Wochenende wieder den Betrieb aufnimmt. Zunächst einmal geht der Blick nun aber nach Schalke, wo der Großteil der Schweiz dem FC Basel die Daumen drücken dürfte.

 

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Schweiz verliert Testspiel in Südkorea – Gute Neuigkeiten von Xherdan Shaqiri

Nach der erfolgreichen WM-Qualifikation und einigen sehr forschen Aussagen in der Folge in Sachen Zielsetzung für die Endrunde in Brasilien hat die Nationalmannschaft der Schweiz am Freitag in einem Testspiel gegen einen anderen WM-Teilnehmer einen Dämpfer erhalten. Vor rund 45.000 Zuschauern im World Cup Stadium von Seoul unterlag die Schweiz Südkorea am Ende mit 1:2.

Die Schweiz erwischte zwar einen starken Auftakt und ging bereits nach acht Minuten durch England-Legionär Pajtim Kasami, der einen Fehler von Yong Lee ausnutzte und aus 18 Metern traf. In der Folge entwickelte sich eine recht ausgeglichene Partie mit einem optischen Übergewicht für die Gastgeber, die es zunächst aber nicht schafften, das Tor von Diego Benaglio in Gefahr zu bringen. Auf der anderen Seite brachte aber auch die Schweiz nicht viel Produktives zustande. Lediglich Haris Seferović von Real Sociedad San Sebastian hatte eine gute Gelegenheit, auf 2:0 zu erhöhen, brachte den Ball aber freistehend von Südkoreas Keeper Seung-Gyu Kim nicht im Tor unter.

Nach dem Seitenwechsel wurde Südkorea zwingender, wozu auch das von Trainer Ottmar Hitzfeld eingewechselte neue Innenverteidiger-Duo der Schweiz mit Philippe Senderos und Fabian Lustenberger mit dem einen oder anderen Wackler beigetragen hat. Zunächst verhinderte zwar ein mehrfach gut reagierender Benaglio den Ausgleich, doch auch der Schlussmann des VfL Wolfsburg war nach 59 Minuten machtlos, als Jeong-Ho Hong vom FC Augsburg per Kopf zum 1:1 traf. Südkorea hatte nun endgültig Oberwasser und kam gegen Eidgenossen, bei denen zahlreiche Wechsel zu einer nicht mehr perfekter Organisation führten, zu weiteren Chancen, von denen allerdings erst drei Minuten vor dem Ende Chung-Yong Lee eine zum 2:1-Siegtreffer nutzen konnte. Obwohl einige Stammkräfte fehlten, war die Partie in Südkorea für die Schweiz eine Enttäuschung, nach der doch recht souveränen Qualifikation aber vielleicht auch ein Dämpfer zu richtigen Zeit.

Xherdan Shaqiris Comeback rückt näher

512px-Suisse_vs_Argentine_-_Xherdan_ShaqiriNicht mit in Südkorea war mit Xherdan Shaqiri einer der Leistungsträger der Hitzfeld-Elf. Der Profi des FC Bayern München, der sich im entscheidenden Qualifikationsspiel Mitte Oktober in Albanien  einen Muskelbündelriss zugezogen hatte, hat am Freitag erstmals nach seiner Verletzung wieder eine 20-minütige Laufeinheit absolviert und dürfte auf absehbare Zeit auch wieder das Mannschaftstraining aufnehmen. Der 22 Jahre alte Offensiv-Allrounder könnte bei normalem Verlauf noch vor Weihnachten sein Comeback geben und sollte spätestens im Frühjahr wieder in Top-Form sein.

 

 

Foto: Ludovic Péron / Wikimedia

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Schweizer Cup: Sieben Viertelfinalisten stehen fest

Am letzten Wochenende vor der letzten Länderspielpause in diesem Jahr hat die Schweizer Super League zugunsten des Achtelfinales im Schweizer Super Cup pausiert. Der FC Biel-Bienne und der FC Thun bestreiten am Donnerstagabend zwar noch die letzte Partie des Achtelfinale, doch stehen auch schon sieben der acht Viertelfinalisten fest. Darunter finden sich mit dem FC Basel, dem Grasshopper-Club Zürich auch die beiden Führenden der Super League, wohingegen die Young Boys Bern als aktueller Tabellendritter überraschend die Segel streichen mussten.

Die Young Boys unterlagen bei Viertligist FC Le Mont unerwartet und auch noch sehr deutlich mit 1:4. Die frühe Führung des Außenseiters durch Ahmed Bouziane konnte Bern durch Alexander Gerndt nach einer halben Stunde zwar noch ausgleichen, doch nach dem 2:1 durch Domo (37.) fügten sich die Young Boys in ihr Schicksal und kassierten durch Ange Nsilu und Ridge Mobulu im zweiten Durchgang noch zwei weitere Treffer.

Der FC Basel erfüllte bei Drittligist FC Tuggen seine Pflicht und landete einen 3:1-Erfolg, allerdings ohne großen Glanz. Mohamed Salah brachte den Spitzenreiter der Super League erst nach 52 Minuten in Führung und Giovanni Sio legte sechs Minuten später das 2:0 nach. Tuggen kam aber durch Veton Krasniqi in der 74. Minute noch einmal heran, ehe dann Marcelo Diaz neun Minuten vor Schluss mit dem Treffer zum 1:3-Endstand alles klar machte.

Etwas Mühe hatten auch die Grasshoppers, die beim FC Köniz nach der Führung durch Toko (36.) in der 51. Minute durch Varela den Ausgleich kassierten, doch nur fünf Minuten später flog der Schütze des 1:1 mit Rot vom Platz und brachte seine Elf auf die Verliererstraße. Michael Lang, Caio und Shkelzen Gashi erzielten schließlich die Treffer zum klaren 4:1-Erfolg des Super-League-Zweiten.

Keine Blöße bei unterklassigen Klubs gaben sich der FC Zürich beim 4:1 beim FC Baden und der FC Lausanne-Sport mit einem 3:0 beim SC Brühl. Das Erstligaduell zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion entschied ein später Treffer des Bulgaren Dimitar Rangelov zwei Minuten vor dem Ende zugunsten der Gastgeber. In einem weiteren Duell zweier Erstligisten besiegte der FC St. Gallen den FC Aarau glatt mit 4:0. Goran Karanovic mit einem Doppelpack, Alhassane Keita und Roberto Rodriguez schossen den deutlichen Erfolg für St. Gallen heraus.

Im Viertelfinale am 4. Dezember gastiert nun der FC Basel beim FC Le Mont, und der FC Luzern genießt gegen den FC Lausanne-Sport erneut Heimrecht. Ebenfalls erneut zu Hause ran darf der FC St. Gallen, der den FC Zürich empfängt. Der Grasshopper-Club Zürich reist schließlich zum Sieger des Duells Biel gegen Thun.