Archiv für den Monat: November 2013

Super League: Spitzentrio gewinnt – Luzern rückt vor

Vor dem enorm wichtigen Spiel gegen den FC Chelsea am fünften Spieltag der Champions League, an dem die Hoffnungen des Schweizer Meisters auf das Achtelfinale bei einer eigenen Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg des FC Schalke 04 bei Steaua Bukarest schon vorzeitig geplatzt wären, hat sich der FC Basel in der heimischen Super League keine Blöße gegeben und mit einem klaren 4:1 gegen den FC Thun seine Tabellenführung verteidigt.

FC Basel besiegt den FC Thun

Basel geriet gegen den Tabellensechsten zwar nach 13 Minuten durch Fulvio Sulmoni in Rückstand, glich aber vor der Pause durch Valentin Stocker zum 1:1 aus, ehe nach dem Seitenwechsel Kay Voser, Marco Streller und Stephan Andrist den am Ende deutlichen Sieg herausschossen.

Fanchoreo der Fans von Grasshoppers Zürich
Die Fans der Grasshoppers unterstützen ihr Team bedingslos

Mit zwei Punkten Rückstand auf Basel bleibt der Grasshopper-Club Zürich Zweiter, hatte aber beim FC Aarau auch mehr Mühe als erwartet. Schon nach 23 Minuten führen die Gastgeber nach Toren von Juan Pablo Garat und Igor Nganga, bevor die Grasshoppers aufwachten und durch Caio nach einer guten halben Stunde verkürzten. Von Trainer Michael Skibbe noch einmal neu eingestellt gelang den Grasshoppers durch einen Doppelpack von Shkelzen Gashi sowie einen Treffer von Anatole Ngamukol letztlich ein 4:2-Erfolg.

Auch die Young Boys Bern als Tabellendritter feierten einen Sieg, der mit 3:2 gegen das abgeschlagene Schlusslicht FC Lausanne-Sport aber alles andere als souverän ausfiel. Zunächst lief für die Young Boys zwar alles nach Plan, als Gonzalo Zarate und Raphael Nuzzolo schon nach 20 Minuten eine 2:0-Führung herausgeschossen hatten, doch nach dem Anschlusstreffer durch Matar Coly nach zwei Minuten in der zweiten Hälfte wackelte Bern bis zum 3:1 erneut durch Nuzzolo in der 68. Minute. Weil Yannis Tafer aber nur vier Minuten später nochmals verkürzen konnte, mussten die Young Boys bis zum Ende um die drei Punkte zittern.

FC Luzern rückt auf Tabellenplatz 4 vor

Neuer Tabellenvierter ist der FC Luzern, der den FC St. Gallen mit einem 3:1-Sieg im direkten Duell überflügeln konnte. Dimitar Rangelov besorgte zwei Minuten vor der Halbzeit das 1:0 für die Gastgeber, die nach 66 Minuten durch Marco Mathy zwar den Ausgleich kassierten, durch ein Eigentor von Stephan Besle sowie einen Treffer von Adrian Winter schließlich aber die Oberhand behielten.

Im fünften Spiel des 15. Spieltages besiegte der FC Zürich den FC Sion mit 4:1 und rückte damit vom neunten auf den siebten Platz vor. Pedro Henrique und Marco Schönbächler vor und Mario Gavranovic mit einem Doppelpack nach dem Seitenwechsel trafen für den FCZ, der fünf Minuten vor dem Ende in Person von Philippe Koch per Eigentor auch für den Ehrentreffer der Gäste verantwortlich zeichnete.

Foto: Brian K. / Wikimedia

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Super League: Basel stolpert in Aarau – Young Boys gewinnen Verfolgerduell

Vor der letzten Länderspielpause in diesem Jahr hat es der FC Basel am ersten November-Wochenende verpasst, seinen Vorsprung in der Raiffeisen Super League auszubauen. Nach dem wenig befriedigenden 1:1 gegen Steaua Bukarest, durch das der Schweizer Meister in der Champions League aus den verbleibenden beiden Spielen beim FC Schalke 04 und gegen den FC Chelsea wohl mindestens vier Punkte für den Einzug ins Achtelfinale benötigt, kam Basel am 14. Spieltag der Super League beim FC Aarau ebenfalls nicht über ein 1:1 hinaus.

Nach torloser erster Halbzeit brachte Linus Hallenius Aarau in der 50. Minute überraschend in Führung und wie schon gegen Bukarest unter der Woche war Basel lange Zeit gezwungen, einem Rückstand hinterherzulaufen. Letztlich belohnte aber Routinier Marco Streller die Bemühungen der Mannschaft von Trainer Murat Yakin mit dem Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Schweizer Fussballstadion in BernDie Young Boys aus Bern siegten knapp mit 0:1

Nach getan, wenn auch nicht vollends erfolgreicher Arbeit konnte der FC Basel am Sonntag von der Couch aus verfolgen, wie sich die beiden ersten Verfolger Grasshopper-Club Zürich und Young Boys Bern gegenseitig die Punkte wegnahmen. Die Grasshoppers hätten mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen können, verloren aber durch ein Tor des Schweden Alexander Gerndt in der 74. Minute mit 0:1. Damit liegen die Grasshoppers nun zwei Punkte hinter Basel und nur noch einen Zähler vor den Young Boys, die ihre Ambitionen im Rennen um die Meisterschaft eindrucksvoll unterstrichen haben.

Zur Spitzengruppe gehört auch weiterhin der FC St. Gallen, der nach dem deutlichen 3:0 beim abgeschlagenen Schlusslicht FC Lausanne-Sport als Vierter vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Basel hat. Ganz so souverän, wie das Ergebnis vermuten lässt, war der Sieg des FC St. Gallen indes nicht. Erst nach 76 Minuten brachte Sebastien Wüthrich die Gäste in Führung, bevor Alhassane Keita in der 89. Minute per Elfmeter sowie in der Nachspielzeit für den Endstand verantwortlich zeichnete.

Einen Zähler hinter St. Gallen belegt der FC Luzern nach 14 Spieltagen Rang fünf, auch wenn es beim FC Sion ein überraschend deutliches 0:3 setzte. Ebenezer Assifuah brachte Sion schon nach drei Minuten auf die Siegerstraße und Nicolae Herea per Elfmeter (72.) sowie Dario Vidosic (80.) machten nach der Pause alles klar.

In einem Mittelfeldduell besiegte außerdem der FC Thun den FC Zürich mit 2:1. Nachdem Yassine Chikhaoui den FCZ nach 56 Minuten in Führung geschossen hatte, avancierte Berat Sadik mit einem Doppelschlag in der 81. und 85. Minute zum Matchwinner für Thun.

Foto: Amstuzmarco at de.wikipedia

Champions League: FC Basel vor schweren Aufgaben

Mit dem 2:1-Sieg beim FC Chelsea begann die Champions League 2013/14 für den FC Basel überaus vielversprechend. Der Schweizer Meister hat seine durch den völlig unerwarteten Erfolg an der Stamford Bridge beim großen Favoriten der Gruppe E hervorragende Ausgangsposition in der Folge aber nicht nutzen können und sogar weitgehend verspielt.

Trainer von FC Basel: Murat Jakin
Schwere Aufgaben warten auf das Team rund um Trainer Murat Jakin

Gleich im ersten Heimspiel nach dem Coup von London unterlag Basel dem FC Schalke 04 mit 0:1, was gerade deshalb, weil der Bundesliga-Vierte der Vorsaison als Hauptkonkurrent im Rennen um den zweiten Platz gesehen wird, einen herben Rückschlag bedeutete. Weil Schalke aber wie erwartet zweimal gegen den FC Chelsea verlor, wäre mit der Pleite in der ersten Partie gegen die Königsblauen noch nicht viel verloren gewesen, hätte der FCB seine Hausaufgaben gegen Steaua Bukarest gemacht. Gegen den Außenseiter aus Rumänien, der an den ersten beiden Spieltagen sowohl auf Schalke (0:3) als auch gegen Chelsea (0:4) deutliche Niederlagen kassierte, gelang Basel aber kein Sieg. Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin musste sich stattdessen sowohl in Bukarest als auch im heimischen St. Jakob-Park mit einem 1:1 zufrieden geben, was unter dem Strich den Verlust von vier Punkten bedeutete, sodass Basel nach vier Spieltagen vier Punkte hinter Chelsea und einen Zähler hinter Schalke liegt.

Weil nicht davon auszugehen ist, dass Chelsea zu Hause gegen Steaua Bukarest Federn lässt, sind die Blues für Basel schon so gut wie nicht mehr einzuholen. Und auch von Schalke wird in Rumänien allgemein ein Sieg erwartet, sodass Basel selbst ein Sieg im Rückspiel in der Veltins-Arena nicht reichen würde, wenn zuvor gegen Chelsea verloren wird. Letztlich benötigt der Schweizer Meister somit aus den verbleibenden zwei Partien mindestens vier Punkte, was in Anbetracht der Stärke der Gegner einer enormen Herausforderung gleichkommt.

Sollte es am Ende trotz des Sieges beim FC Chelsea nicht für den Einzug ins Achtelfinale reichen, würde man bei der Analyse zwangsläufig wieder auf die Partien gegen Bukarest zurückkommen, wobei Basel gerade im Rückspiel zu Hause mit dem einen Punkt sogar noch gut bedient war. Denn nachdem die Yakin-Elf lange Zeit völlig uninspiriert agierte, war der Ausgleich in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Giovanni Sio auch deshalb glücklich, weil Bukarest die sich bietenden Konterchancen zum 0:2 zum Teil leichtfertig vergab. Dass Schalke oder Chelsea ähnlich sorglos mit ihren Torgelegenheiten umgehen, ist hingegen nicht zu erwarten. Will Basel den Sprung ins Achtelfinale noch schaffen, muss zweifellos eine Leistungssteigerung in allen Bereichen her.

 

Foto: Florian K. / Wikimedia

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