Archiv für den Monat: Oktober 2013

FC Basel in der Super League auf Kurs – Alles möglich in der Champions League

Seit Jahren ist der FC Basel das Aushängeschild schlechthin des Schweizer Fußballs und auch in dieser Saison hält der amtierende Meister über die Landesgrenzen hinaus die rot-weiße Nationalflagge hoch.

Nach dem Erreichen des Halbfinales in der Europa League in der vergangenen Saison, als erst der spätere Pokalgewinner FC Chelsea Endstation war, legte der FCB diesmal international einen Auftakt nach Maß hin und schaffte eine kaum für möglich gehaltene Revanche hin. Wie der Zufall so will, führte Basel die erste internationale Aufgabe in der neuen Saison gleich wieder an die Stamford Bridge nach London, wo die Mannschaft von Trainer Murat Yakin mit einer überragenden Leistungen am Ende am ersten Spieltag der Champions League mit einem 2:1-Sieg alle drei Punkte vom Gastspiel beim FC Chelsea mit nach Hause nahm. Zwar hat die anschließende 0:1-Niederlage im heimischen St.Jakobs-Park gegen den FC Schalke 04 die hervorragende Ausgangsposition wieder ein wenig zunichte gemacht, doch wenn Basel in den anstehenden beiden Duellen mit Steaua Bukarest optimal punkten kann, hätte die Elf um Kapitän Marco Streller beste Chancen auf den zweiten Platz und damit den Einzug ins Achtelfinale. An den letzten beiden Spieltagen würde zu Hause gegen Chelsea oder auf Schalke dann wohl schon ein Sieg zum Weiterkommen reichen.

In der Super League ist der FC Basel derweil schon wieder auf Kurs und nach elf Spielen Tabellenführer. Sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage sind eine sehr ordentliche Bilanz, aber absetzen konnte sich Basel damit noch nicht. Zwar beträgt der Vorsprung auf den zweitplatzierten Grasshopper-Club Zürich drei und den Dritten FC Luzern vier Punkte, doch weil die beiden Verfolger jeweils noch ein Spiel weniger ausgetragen haben, ist der Abstand nach unten unter dem Strich nur marginal.

Allerdings gibt es mit Blick auf die enorme Qualität im Kader des FC Basel kaum Zweifel daran, dass die Yakin-Elf bei normalem Saisonverlauf ihren Titel verteidigen wird. Dann droht dem FCB allerdings wieder einmal das altbekannte Schicksal und der Verlust einiger Leistungsträger. Insbesondere Torwart Yann Sommer, Innenverteidiger Fabian Schär sowie die Flügelspieler Mohamed Salah und Valentin Stocker haben bereits das Interesse von zahlreichen ausländischen Top-Klubs geweckt und werden im Sommer 2014 trotz laufender Verträge kaum alle erneut zu halten sein.

Tranquillo Barnetta: Neustart bei Eintracht Frankfurt

Kurz vor dem Ende der diesjährigen Sommer-Transferperiode hat Tranquillo Barnetta nach einem wenig zufriedenstellenden Jahr beim FC Schalke 04 einen neuen Arbeitgeber gefunden. Der Schweizer Nationalspieler, der erst im Sommer 2012 ablösefrei von Bayer Leverkusen nach Schalke gewechselt war, spielt bis zum Ende der Saison auf Leihbasis für Eintracht Frankfurt und hofft, bei den Hessen in Bundesliga und Europa League an alte Glanztage anknüpfen zu können.

Der 28 Jahre alte Flügelspieler, der für Schalke bei seinen 22 Einsätzen in der Bundesliga lediglich zweimal von Beginn an ran durfte und zuletzt in der Gunst von Trainer Jens Keller nicht sonderlich hoch stand, freut sich auf seine neue Aufgabe in Frankfurt, wo er wieder zum Stammspieler werden möchte. Allerdings erwartet Barnetta auch bei der Eintracht ein starker Konkurrenzkampf, haben sich doch die im Vorjahr auf den Außenbahnen gesetzten Takashi Inui und Stefan Aigner gerade erst ihre Stammplätze wieder zurückgeholt. Dennoch entschied sich Barnetta, auch nach Rücksprache mit seinem Kollegen aus der Schweizer Nationalelf und Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler für Frankfurt und gegen andere Anfragen, die vor allem aus der italienischen Serie A vorgelegen haben sollen.

Dass Barnetta die Qualität mitbringt, um die Eintracht zu verstärken, zeigt ein Blick auf seine bisherige Bilanz im deutschen Fußball. Für Hannover 96, Bayer Leverkusen und zuletzt eben Schalke absolvierte der auf beiden Flügeln einsetzbare Rechtsfuß insgesamt 216 Spiele in der Bundesliga und erzielte dabei 25 Tore. Außerdem hat sich Barnetta mit 41 Assists einen Ruf als exzellenter Vorarbeit erarbeitet.

Durch seine gesamte Karriere zogen sich allerdings auch immer mehr oder weniger schwere Verletzungen, wobei sich beim 68-fachen Nationalspieler der Schweiz gerade in den vergangenen beiden Jahren die muskulären Probleme gehäuft haben. Nichtsdestotrotz setzt Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld weiter auf Barnetta und dürfte ihn nach aktuellem Stand auch in den Kader für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien berufen, sollte es den Eidgenossen in den ausstehenden Qualifikationsspielen gelingen, das Ticket für die Reise nach Südamerika zu lösen.

Mit Blick auf seine Chancen im Nationalteam ist nun auch der Wechsel nach Frankfurt von Bedeutung, wären Barnettas Aussichten auf einen Stammplatz bei Hitzfeld doch deutlich geringer, säße er im Jahr vor der WM überwiegend auf der Schalker Bank. Nun gilt es aber erst einmal, sich in Frankfurt zu beweisen.